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Heddernheimer Kupferwerke

Durch die Übernahme der Heddernheimer Kupferwerke und Süddeutsche Kabelwerk AG in Frankfurt durch die Berg-Heckmann-Selve AG in Altena entstand 1930 die Vereinigte Deutsche Metallwerke AG (VDM). Der Zusammenschluss geschah auf Initiative der Metallgesellschaft, die seit 1893 Hauptaktionärin der Heddernheimer Kupferwerke war und auch die Mehrheit der neuen Unternehmensgruppe übernahm. Die Konzernunternehmen blieben unter ihrem bisherigen Namen selbstständig (z. B. Heddernheimer Kupferwerk GmbH), jedoch wurde das Produktionsprogramm nach Werkstoffgruppen auf die einzelnen Werke neu verteilt. Im März 1934 verlegte die VDM ihren Firmensitz nach Frankfurt am Main. Die beginnende Aufrüstung der Wehrmacht erhöhte die Nachfrage nach Leichtmetallerzeugnissen sprunghaft. Bis 1939 stieg die Zahl der bei VDM Beschäftigten auf rund 21.000, vor allem durch die Fertigung von Verstellpropellern für Flugzeuge der Luftwaffe. Wegen der großen Bedeutung der VDM für die Kriegswirtschaft wurden im Zweiten Weltkrieg fast alle Gebäude und Fabrikeinrichtungen bei den Luftangriffen auf Frankfurt stark zerstört. Mit Kriegsende brach die Produktion völlig zusammen, alle Werke wurden auf Anweisung der Alliierten stillgelegt und zum Teil demontiert.


 

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