Synagoge Friedberger Anlage 6

Vorhof und Westfassade der Synagoge Friedberger Anlage 6 von der Friedberger Anlage aus

Vor der Synagoge Friedberger Anlage

Der Innenraum der Synagoge an der Friedberger Anlage

Luftschutzbunker und Gedenkstein auf dem Gelände der Synagoge Friedberger Anlage, 2000

In der Synagoge Friedberger Anlage: Oberkantor Pessachowitsch beim Kerzenanzünden an Chanukka

Die Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft wurde am 10. November 1938 von den Nationalsozialisten verbrannt.

 

Aufgrund ihres stetigen Anwachsens benötigte die Israelitische Religionsgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue Synagoge. Nachdem 1904 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben worden war, konnte der gesamte Komplex mit Synagoge und Gebäuden für die Gemeindeverwaltung nach den Plänen von Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann von 1905 bis 1907 errichtet werden. Bewusst vermieden die Erbauer Anklänge an den christlichen Kirchenbau oder orientalische Stile. Neben zeitgenössischen Jugendstilelementen wurden an einigen Passagen der Außenfront historistische Stilmittel verwendet.

 

Die Inneneinrichtung der Synagoge Friedberger Anlage war auf den orthodoxen Ritus abgestimmt. Im Hauptraum, der wie mittelalterliche und polnische Synagogen unterhalb des Straßenniveaus lag, bestanden etwa 1.000 Plätze für Männer, auf den Emporen war für 600 Frauen Platz. Die Synagoge wurde am 10. November 1938 von den Nationalsozialisten angezündet und die Überreste danach abgerissen. Die Gemeinde musste die Abbruchkosten übernehmen. 1943 wurde auf dem Gelände ein Luftschutzbunker errichtet, der heute noch steht.

 

 

Die Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft wurde am 10. November 1938 von den Nationalsozialisten verbrannt.


erstellt am 01.01.2003
 

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